Homöopathische Arbeit in der Praxis

Im Erstgespräch werden alle Symptome von Kopf bis Fuß erfaßt. Dann werden sie nach ihrer Wichtigkeit (Wertigkeit) geordnet und danach beginnt die Suche nach dem Mittel, dessen Symptomcharakteristik  (=Mittelbild) der des Krankheitsbildes möglichst ähnlich ist.

 Dabei ist nicht das vordringlichste Symptom (Kopfschmerzen, Hautprobleme, etc) zielführend. Meist führen die Gemütssymptome, zeitliche Auffälligkeiten, etc. weiter. Es ist sofort verständlich, daß diese zeitaufwendige und völlig individuelle Therapieform dem medizinischen Mainstream entgegenläuft. Computerprogramme erleichtern die Eingabe der Symptome und man erhält mehrere Mittel zur Auswahl. Die Wahl des richtigen Mittels nimmt das Computerprogramm dem Homöopathen aber nicht ab!

Erstreaktion: ein träge gewordener Organismus kann auf den regulativen Impuls mit "Widerstand" reagieren, d.h., es können kurzzeitig bestimmte Beschwerden auftreten oder verstärkt wahrgenommen werden. Keinesfalls muß befürchtet werden, daß "alles noch viel schlimmer" wird! Aus diesem Grunde ist der enge Dialog wichtig, um zu sehen, ob und welche Reaktionen ablaufen. In den weitaus meisten Fällen sind solche Erstreaktionen kaum oder nur moderat wahrnehmbar. Grundsätzlich sind Erstreaktionen positiv zu bewerten.